Wasserwacht Idar-Oberstein, Ortsverein Rilchenberg

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Erste-Hilfe-Kreis-Wettbewerb

DRK Wasserwacht Idar-Oberstein gewinnt Erste-Hilfe-Kreis-Wettbewerb erneut über alle Altersklassen.

In diesem Jahr starteten die Kinder und Jugendlichen der DRK Wasserwacht Idar-Oberstein mit drei Mannschaften beim Erste-Hilfe-Wettbewerb des Jugendrotkreuzes des DRK Kreisverbandes Birkenfeld und traten gegen drei weitere Mannschaften aus dem Kreisgebiet und zwei Gastgruppen aus dem Kreis Cochem/Mosel an. Beide Altersklassen konnten von den Wasserrettern gewonnen werden. Die dritte teilnehmende Mannschaft erreichte direkt dahinter den 2. Platz. Besonders im Bereich Erste Hilfe und Rot-Kreuz-Sozial zeugten tadellose Leistungen vom hohen Niveau der jugendlichen Wasserretter auch außerhalb des Schwimmbeckens.

Bei strahlendem Sonnenschein rund um die Schulgebäude des Schulzentrums „Auf der Bein“ galt es mehrere Aufgabenstationen mit altersgerechten Anforderungen zu bewältigen.

Die Gruppen trafen auf realistisch geschminkte Verletzte, die zu versorgen waren. Neben der richtigen Ansprache, der ersten Diagnose und dem Absetzen des Notrufs innerhalb eines Zeitraum von nur 3 Minuten, galt es fachgerecht zu lagern, Blutungen zu stillen und vor allem Ängste zu nehmen. Die seelische Betreuung ist für die helfenden Jugendrotkreuzler oft das Schwierigste bei einem Unfallszenario. Gilt es doch, auch auf den ersten Blick unverletzte, jedoch sehr aufgeregte Personen abzuschirmen und mit angemessenen Worten zu beruhigen. Das gemeinsame Bewältigen solcher komplexen Abläufe, das Miteinander und die gegenseitige Unterstützung stärken den Teamgeist der teilnehmenden Mannschaften enorm. Keiner kann sich hinter seinen Kameraden verstecken, sondern jeder bringt seine eigenen Fähigkeiten für die Gruppe ein. Soziale Kompetenzen sind auch bei den weiteren Aufgabenbereichen gefragt. Neben Spiel und Sport ist die bundesweite Kampagne des Jugendrotkreuzes „Klimahelfer“ Grundlage der sozialen Aufgaben. Der Klimawandel sorgt auch in Deutschland immer häufiger für extreme Wetterereignisse, auf die sich die Hilfsorganisationen einstellen müssen. „Wie sorge ich für den Katastrophenfall vor?“ und „Was packe ich ein, wenn ich bei Hochwasser evakuiert werde?“, waren die Fragestellungen an die Wettbewerbsteilnehmer in diesem Bereich. Gar nicht so einfach, zu entscheiden, ob nun die Seife wichtiger ist oder das Smartphone. Was sollte jeder zu Hause bevorraten und was braucht man eigentlich nicht? Welche wichtigen Geräte funktionieren bei Stromausfall nur noch kurze Zeit oder gar nicht mehr und welche Alternativen gibt es? Zur Klärung dieser kniffeligen Fragen konnte die Ausbilderin, Sabine Müller, den Kreisfeuerwehrinspekteur, Herrn Eberhard Fuhr im Vorfeld des Wettbewerbes für eine Präsentation zum Thema Katastrophenschutz und Sicherheit in Schulen im Kreis Birkenfeld gewinnen. Herr Fuhr stellte seine Arbeit vor und konnte seinen aufmerksamen Zuhörern manche Problematiken bei Hochwasser, Schneestürmen und meist daraus resultierenden Stromausfällen vor Augen führen. Welche Auswirkungen solche Großschadensereignisse für die Verwaltung und die Bevölkerung im Einzelnen darstellen. Ein interessanter und kurzweiliger Vormittag, der auch dem Referenten großen Spaß machte. Die jungen Rettungsschwimmer hatten viele Fragen und Anregungen, besonders zum Thema „Schulcheck - wie sicher ist meine Schule?“, besuchen doch alle, aus dem gesamten Kreisgebiet kommend, verschiedene Schulen.

Aber nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den Dürrezonen unserer Erde haben die Menschen mit der Klimaerwärmung zu kämpfen. Die Vermeidung von Klimaflucht, ihre Ursachen zu erkennen und die Probleme der Klimaflüchtlinge ging es bei einer weiteren Aufgabenstation. Denn, dass den betroffenen Menschen aufgrund der Klimaerwärmung in ihrem Land keine Nahrungsgrundlagen mehr zur Verfügung stehen, ist für die deutschen Behörden kein bei einem Asylantrag anerkannter Grund für die Flucht, anders als zum Beispiel politische Verfolgung.

Bei den von Frau Müller angebotenen Erste-Hilfe-Workshops und Sozialthemen können alle Kinder und Jugendlichen der Wasserwacht zusätzlich zum regulären Schwimmtraining teilnehmen. Das Angebot wir gut genutzt und komplettiert die Ausbildung der zukünftigen Rettungsschwimmer.

Die beiden Siegermannschaften vertreten Ende Juni den DRK Kreisverband Birkenfeld bei den Bezirkswettbewerben in Bad Kreuznach.

Autor und Foto: Sabine Müller

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