Wasserwacht Idar-Oberstein, Ortsverein Rilchenberg

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Erfolg bei Rettungsschwimm-DM in Erfurt

Idar-Obersteiner Team der DRK-Wasserwacht behauptet sich auf Bundesebene

Beim 35. Bundesentscheid im Rettungsschwimmen, der dieses Jahr in Erfurt stattfand, konnten die Rettungsschwimmer der Wasserwacht Idar-Oberstein, die als gemischtes Team für Rheinland-Pfalz antraten, mit einem 7. Platz ihre Erwartungen vollstens erfüllen. Mit dabei waren Louisa Wahn 18 J., Alexandra Wahn 15 J., Miriam Noß 16 J., Jonas Braun 17 J., Dennis Lukas 16 J. und Mario Conradt 15 J. Ein weiterer Rettungsschwimmer wurde an Römerberg ausgeliehen, die das männliche Team für Rheinland-Pfalz stellte. Marcel Piskorz 17 J. verstärkte dort die Mannschaft, die am Ende den 6. Platz erreichte. Außerdem wurde Dennis Lukas als gemeldeter Einzelstarter besonders gewertet. Vier Schwimmzeiten und zwei Wertungen aus dem Erste-Hilfe-Parcours brachten ihn am Ende auf Platz 5 der Rettungsschwimmer in Deutschland. Besonders zu erwähnen wäre, dass der 16-jährige die Disziplinen Tauchschwimmen und Flossenschwimmen sogar als Bester für sich entscheiden konnte. Hierfür muss man auch der DLRG Idar-Oberstein danken, die Dennis hochwertige Fiberglasflossen zur Verfügung stellten.

Vom 14. – 16. Mai machte sich die junge Truppe um Trainer und Betreuer Sven Dreher und Andrea Lukas auf nach Erfurt, um sich dort mit den anderen Bundesländern zu messen. Die Anreise am Freitag nutzte die Mannschaft, um sich neben der Anmeldung und dem Bezug der Zimmer, die Stadt Erfurt noch näher anzusehen.

Am Samstag Morgen um 8 Uhr ging es dann los. Der Wettkampf im Rettungsschwimmen besteht aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen. Morgens mussten sich alle Teams in der Südschwimmhalle in Erfurt sechs verschiedenen Rettungsschwimmdisziplinen, die immer im Staffelwettbewerb vollzogen werden, stellen. 50 Meter muss dabei jeder Schwimmer zurücklegen. Hierbei wird neben dem Tauchschwimmen (25 m Tauchphase), das Flossenschwimmen, dem Schwimmen und Retten in Kleidern, das Transportieren eines 5 kg Ringes auch das Retten mit Leine und Boje abverlangt. Das alles ist sehr anstrengend und jeder war erleichtert, als die Mittagspause eine Stunde Erholung brachte.

Danach ging es um 14 Uhr in den zweiten Teil, dem Erste-Hilfe-Parcours. In Dienstbekleidung, wie es dem DRK-Wasserrettungsdienst entspricht, wurde die Mannschaft von einem Guide durch halb Erfurt geführt, um in acht gestellten Notfallsituationen ihr Können unter Beweis zu stellen. Neben der medizinischen Erstversorgung war auch die psychologische Betreuung erforderlich und brachte wichtige Punkte. Jonas Braun, der als Mannschaftskapitän sein Team hervorragend anführte, kannte die Stärken seiner Truppe genau und setzte seine Leute dementsprechend gut ein. Er behielt immer den Überblick und musste die Erstdiagnose, bei bis zu vier Verletzte gleichzeitig, schnell in einem erforderlichen Notruf bei der Einsatzleitung absetzen, um danach sein Team weiter tatkräftig zu unterstützen. In den gestellten Notfällen wurde eine große Bandbreite abgedeckt. Von offenem Knochenbruch, Herzinfarkt, Beckenbruch, jeder Menge Schockpatienten, fast ertrunkenen Kindern, die wiederbelebt werden mussten bis hin zu bewusstlosen, in Gewässern liegenden Personen, war alles dabei.

Bei sämtlichen Aufgaben gingen die Idar-Obersteiner Rettungsschwimmer beherzt ans Werk und bemühten sich in ihren Möglichkeiten den Verunfallten zu helfen. Um 20 Uhr kamen sie völlig erschöpft in ihrer Unterkunft an.

Das am Ende ein 7. Platz herauskam übertraf ihre Erwartungen, denn die Truppe war mit Abstand die jüngste im Feld der offenen gemischten Teams, in der Spitzenrettungsschwimmer aus Rostock, Magdeburg und Chemnitz am Start waren.

Nach einem gemütlichen Abend mit Musik und Tanz knüpfte man auch Kontakte zu anderen Landesverbänden. Glücklich aber auch ziemlich müde traten sie dann am Sonntag die Heimreise an, nicht ohne schon mal Pläne für das nächste Jahr zu schmieden.

(Bericht: Andrea Lukas)

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