Wasserwacht Idar-Oberstein, Ortsverein Rilchenberg

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Geschichte

des Ortsvereins Rilchenberg

Die Idar-Obersteiner Wasserwacht blickt auf über 30 ereignisreiche Jahre zurück, in denen die Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer vom Rilchenberg als eigenständige Organisationseinheit im Kreisverband Birkenfeld des Deutschen Roten Kreuzes ehrenamtliche Dienste im und am Wasser geleistet haben.

Begonnen hat alles schon viel früher ...
nämlich bereits im Jahre 1956, als die Sportlehrer Karl Haßauer und Peter Keil sen. gemeinsam mit dem jungen Soldaten Andreas Wahn in der Nahe erste Schwimm- und Rettungsschwimmprüfungen abnahmen. Die Ausbildung erfolgte nach den damaligen Richtlinien der DLRG und der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK).

In den 60er Jahren wurden die Freibäder und Lehrschwimmbecken des Kreises genutzt. Sogar ins Hallenbad des saarländischen Neunkirchen führte die wöchentliche Fahrt mit dem Bundeswehrbus. Mit der Öffnung der Idar-Obersteiner Hallenbäder (Stadt und Rilchenberg) begann eine Erfolgsgeschichte des Rettungsschwimmsports und der Rettungsschwimmausbildung, die sicherlich einzigartig in Deutschland war. Die Ausbilder und Übungsleiter unter Andreas Wahn übernahmen nahezu die gesamte außerdienstliche Nutzung des Hallenbades in der Rilchenbergkaserne. Täglich wurden Rettungsschwimmausbildungen für Soldaten, Anfängerschwimmkurse, Familienbad und Leistungstraining angeboten.

Die Rettungsschwimmwettkämpfe im südwestdeutschen Raum wurden in den 70er Jahren in den männlichen Altersklassen von der „Ortsgruppe Idar-Oberstein Bundeswehr“ dominiert: Wieland Haney und Marc McKinley schwammen schon im Jahre 1974 die 50 m Freistil in 25 sec (und das bei 16°C Wassertemperatur im Ottweilerer Freibad!), Klaus Gessenauer war mehrfacher Deutscher Jugendmeister über 100 m Brust und Ralf Wahn wurde 1975 Deutscher Schülermeister im Rettungsschwimmen.

Zwei Deutsche Vize-Meistertitel mit der Mannschaft, Süddeutsche Meisterschaften und zahllose Rheinland-Pfalz-, Bezirks- und Stadtmeister-Titel machten Idar-Oberstein zu einer bundesweiten Größe im Rettungsschwimmen.

1979 beschloss nahezu die gesamte Ortsgruppe Idar-Oberstein Bundeswehr, ihre erfolgreiche Arbeit ausschließlich bei der Wasserwacht des DRK fortzusetzen. Man schloss sich dem DRK-Kreisverband Birkenfeld an. Der Schwerpunkt in den 80ern war die Rettungsschwimm- und Lehrscheinausbildung. Zehntausende abgelegter Rettungsschwimmprüfungen (vorwiegend durch Soldaten der Artillerieschule) machten die Wasserwacht aus Idar-Oberstein zu Deutschlands Nummer 1 in der Rettungsschwimmausbildung. So kam es „zwangsläufig“, dass das Landesausbildungszentrum der Wasserwacht des DRK-Landes-verbandes Rheinland-Pfalz in der Rilchenbergkaserne eingerichtet wurde.

1986 wurde aus der Wasserwacht Idar-Oberstein der jetzige DRK-Ortsverein Rilchenberg e.V. gegründet. Im gleichen Jahr holte Andreas Wahn die Deutschen Meisterschaften der Wasserwacht nach Idar-Oberstein und organisierte im städtischen Hallenbad eine Großveranstaltung mit über 1000 Teilnehmern, Betreuern und Gästen.

Die Rettungsmeisterschaften im Hallenbad der Rilchenbergkaserne um den „Pokal Deutsche Einheit“ bleiben unvergessen. Zu den regelmäßigen Teilnehmern gehörten u.a. die Landesmeister aus Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, Polizei und FLNS aus Luxemburg, Soldaten der französischen, amerikanischen und deutschen Streitkräfte sowie unsere Kameraden der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) der Steiermark. Die Teilnahmen an den ÖWR-Meisterschaften in Graz waren ganz besondere Erlebnisse. So entstand zwischen der ÖWR Graz und der Wasserwacht Idar-Oberstein eine Freundschaft, die bis heute intensiv gepflegt wird.

1992 gewann die Herrenmannschaft der Wasserwacht aus Idar-Oberstein den Vize-Titel bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen. Angehöriger dieses Teams war Coll Haddon, Oberleutnant in der US-Army, der für zwei Jahre an unserem Training teilnahm. Coll Haddon nahm 1988 mit der US-Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Seoul teil und tauchte die 25 m mit 5 (!) Delphin-Bein-bewegungen. Sein Name steht noch heute in fast allen Disziplinen in der Liste der Vereinsrekorde.

1996 kam es zur größten Krise in der Vereinsgeschichte:
die außerdienstliche Nutzung des Hallenbades in der Rilchenbergkaserne wurde untersagt, so dass der Verein abends und an den Wochenenden keine Übungsstunden mehr anbieten konnte. Die Hälfte der Mitglieder trat aus Enttäuschung und Verärgerung aus dem Verein aus, zahlreiche Ausbilder beendeten ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

Alle mussten sich den neuen Rahmenbedingungen anpassen. Durch das Engagement und das Verhandlungsgeschick der Vereinsführung konnte mit tatkräftiger Unterstützung der Artillerieschule und der Standortverwaltung eine Lösung gefunden werden, die zwar nicht mehr die Möglichkeiten vergangener Jahre zuließ, mit der unser Ortsverein aber wieder eine Basis für Ausbildung und Training hatte. Damit konnte sich der Verein seit 1997 wieder gut entwickeln und hat heute mehr als 300 Mitglieder..

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